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Letzte Änderung
03.11.2017
Warum nur versteht es keiner?

Warum nur?
Warum kann keiner verstehen, wenn ich sage, dass es niemals aufhören wird so weh zu tun wie jetzt, und dass es nicht anders wird, auch wenn noch so viel Zeit vergeht, - wenn ich noch so uns so lang damit leben muss, mit der Tatsache, dass mein Kind gestorben ist, - warum nur denken manche Menschen, es würde sich irgend etwas verändern an meiner, unserer Empfindung, - nämlich dem stetigem Entsetzen angesichts dieses Geschehens, - dem Verlustgefühl, welches tief in uns bohrt und nagt und schwelt, dem tiefen, tiefsten Schmerz, der uns auf Schritt und Tritt begleitet, der uns keinen Augenblick loslässt, verlässt, der uns umklammert hält, wenn wir andere, heile Familien sehen, - und das tun wir andauernd, - wenn andere Menschen fröhlich sind, - und die meisten Leute haben allen Grund dazu und feiern ihre Feste, wie sie fallen, wie wir früher. – Nur wir können das alles nicht mehr. Wir haben keinen Grund mehr zum feiern. Und selbst wenn sich noch wieder einen Anlass dazu ergäbe, tun wirs nicht mehr, weil wir es nicht mehr können. Weil wir ein Kind auf dem Friedhof haben. – Deshalb. – Deswegen werden wir nicht mehr in der Lage sein ein Fest zu feiern, weil unser Herz im Grab liegt bei unserer Diana. Und wenn ich von meinen Alpträumen erzähle, wie ich stets mein Kind lebendig und voller Leben bei mir sehe, und mir dann selbst im Traum plötzlich klar wird, dass sie gehen, sterben wird........Niemand kann sich das vorstellen, wie entsetzlich das ist, außer er erlebt es selbst, das weiß ich schon, - aber dann ist mir die Aussicht darauf auch kein Trost, sollten – wenn überhaupt diese Träume in einigen Jahren einmal nachlassen, denn dann hab ich immer noch ein totes Kind auf dem Friedhof und ob der Alptraum des Nachts oder am Tag stattfindet ist völlig gleichgültig. – Oft reicht schon eine winzig kleine Erinnerung, beispielsweise unsere Feli sagt irgend etwas und ich muss dran denken, wie Diana darüber gelacht hätte, wie ihr Lachen immer in eine Art `Gicksen` umgeschlagen ist, einfach ansteckend zum mitlachen und ganz reizend fand ich das immer, - die Erinnerung daran aber löst eine schreckliche Krise bei mir aus. Mitten unter einer Tätigkeit überfällt mich das. Ich rutsche in ein Loch, wie es tiefer nicht mehr geht, - weine, tobe, schreie, heule, bettle, jammere ich .........., bis ich völligst erschöpft und zerschlagen nur noch umherkriechen kann, zu gar nichts mehr in der Lage bin, - wenn’s jetzt an der Türe läutet, der Briefträger was abgeben will, - ich kann nicht aufmachen, an kein Telefon gehen.
Und immer wieder diese Frage, warum hat uns solch ein Schicksal getroffen? WARUM?
Weshalb UNS? So erbarmungslos! So brutal! So grausam!
Und dann dieser Schock, den wir erlitten haben, und den wir niemals überwinden können, was praktisch bedeutet, dass wir stets von übergroßer Sorge um unser anderes Kind, - direkt blockiert sind in unserem Tun. Alles dreht sich ja auch darum: Ist sie gut da und da angekommen, wann fährt sie los, wann ist sie wieder daheim, - oder da oder dort? Oder die Sorge um den Partner. Es darf nichts, aber auch gar nichts mehr geschehen bei uns. Weil wir nichts mehr verkraften können. Und immer diese Gedanken, dass da nichts mehr ist.
Dass mit dem letzten Vorhang alles vorbei, - alles gefallen und vorbei ist und nichts mehr kommt und eine SEELE lediglich im Gehirn wohnt, und dass wenn die Gehirntätigkeit eingestellt ist, dass dann nichts mehr vorhanden sein kann, auch wenn man es sich noch so sehr wünscht, hofft, ersehnt, - auch einbildet. Aber was weiß man schon, man kleiner Menschengeist?
Eins weiß ich jedoch ganz gewiss mit meinem beschränktem Bewusstsein: Niemals werd ich zu einem Zeitpunkt gelangen, an dem ich sagen werde, - so jetzt ist es gut. Jetzt macht es mir nichts mehr aus. Nicht annähernd werde ich wieder zu einem Frieden gelangen in diesem Leben, werde ich nicht von tiefer Trauer und Sehnsucht nach meinem Kind erfüllt sein. Immer werde ich umhüllt sein von Öde, Bitternis und Schwärze und Leid.
Vor wenigen Tagen nahmen Hiasi und ich an einem Trauerseminar am Starnberger See teil. Hauptsächlich waren da die Leute, die wir ja schon von unserer `Verwaisten Eltern – Gruppe` kennen und so fühlten wir uns nicht fremd. Mittels diverser Aktionen wurde versucht Trauer und Verlust auszudrücken. So haben wir getanzt, Murmeln an einen Baum aus Stoff gelegt, jeder eine oder zwei, die für den Schmerz stehen, der jeden am meisten quält. Wir spielten ein Beispiel mit Seidentüchern durch, welches stand für Festhalten, bzw. Bewahren .....usw. Ansonsten wurde viel geredet und erzählt, - jeder von seinem eigenem Schicksal, und unsere liebe Annik, die Leiterin der Gruppe spielte ganz wundervoll Geige, einige Stücke von Mozart. [...]

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